So war’s gewesen

Die letzten Vorbereitungen

Der Sektempfang

Die Stadtführung

Das gemütliche Beisammensein

Ein kleiner Rechenschaftsbericht

Ein großes Dankeschön

Bericht über das Jahrgangstreffen

(von Peter Hölzer)

Die letzten Vorbereitungen

Es gibt eine Reihe von Schulkameradinnen und Schulkameraden, die zu unserem Jahrgangstreffen gerne gekommen wären, aber nicht kommen konnten. Besonders für die, aber natürlich auch für alle anderen, schreibe ich diesen Bericht. Ich werde etwas ausführlicher erzählen wie es war, auch auf die Gefahr hin, dass es für diejenigen, die dabei gewesen waren, streckenweise etwas langatmig wird.
Hier und da findet man in diesem Bericht einen Link. Es lohnt sich sicherlich, da mal drauf zu klicken und zu sehen, welche zusätzlichen Informationen sich auftun.
Tipp: Was der geübte Nutzer dieser Internetseite bereits weiß, sei hier nochmals erwähnt. Wenn man auf eines der Bilder innerhalb dieses Berichts klickt, öffnet sich ein weiteres Fenster, in dem das Bild vergrößert angezeigt wird. Ein weiterer Klick auf dieses Bild zündet eine weitere Vergrößerungsstufe.

Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren, die vielen Ankündigungs- und Informationsmails verschickt, das Organisatorische mit der Schule, mit der Tourist Information (wegen der Stadtführung) und der Gaststätte „Zur Post“ geklärt war, Sekt, Saft, Wasser, Knabberzeug, Papierservietten etc. eingekauft waren, konnte es losgehen.
Am Freitag, einen Tag vor dem großen Ereignis, machte ich mich auf den Weg von meinem derzeitigen Wohnort Eschborn nach Gelnhausen, zum einen um in der Schule

Der kleine Bungalow, in dem einmal das Hausmeisterehepaar Busse gewohnt hat, musste dem neuen Gebaüdekomplex C weichen.

Der kleine Bungalow, in dem einmal das Hausmeisterehepaar Busse gewohnt hat, musste dem neuen Gebaüdekomplex C weichen.

den Sekt kalt zu stellen und zum anderen, die letzten Einzeleinheiten für den Sektempfang und die Führung durch die Schule zu klären. Ich durfte mit meinem Wagen über den Schulhof bis vor die Tür des Gebäude C fahren, wo die Sache stattfinden sollte.
Der Hausmeister, Michael Kuhn, nahm mich in Empfang  und zeigte mir die Räumlichkeiten. Das Foyer der Aula stellte sich als ideale Lokation dar. Es war groß und hell, denn durch die großen gläsernen Eingangstüren fiel das Tageslicht.
Der Hausmeister half mir beim Entladen, als der Leiter der Schule, Oberstudiendirektor Friedrich Bell, den ich bisher nur vom Telefon kannte zufällig vorbei kam, mich begrüßte und mit mir über dass GGG von damals und heute sprach, während der gute Herr Kuhn nun alleine den Sekt, Saft, Knabberzeug und die Kisten Mineralwasser aus dem Auto holte. Außerdem schaffte er die 100 Sekt- und 20 Saftgläser, um die wir gebeten hatten, herbei. Es ist schon toll, was die Schule heutzutage alles in ihrem Fundus hat.
Herr Kuhn und ich verabredeten uns für den nächsten Tag um 12:00 Uhr. Heute konnten wir noch keine Tische ins Foyer stellen, da am Abend ein Schulkonzert in der Aula stattfinden sollte. Ich fuhr weiter nach Wächtersbach, wo ich bei meinen Eltern in strategischer Nähe zu Gelnhausen für die nächsten Tage Unterschlupf finden sollte.

Der Sektempfang

Am nächsten Tag ließ ich wohlweislich mein Auto in Wächtersbach stehen und fuhr, wie ich es zur meiner Grimmelszeit auch jeden Tag tat, mit dem Zug nach Gelnhausen.
An der Schule traf ich gleichzeitig um 12:00 Uhr mit dem treuen Herrn Kuhn ein und nach und nach erschienen auch die eingeteilten Helfer, deren Dienst ab 12:30 Uhr begann.
Wir schleppten Tische und Stühle, bauten die Sektbar auf und verteilten das Knabberzeug, also Salzstangen, Flips etc.  auf die Tische.
Um Punkt 13:00 Uhr kamen die ersten Leute.

Es kann losgehen.

Es kann losgehen.

Jetzt ging es ging also los. Manchmal wurden die Klassenkameraden gleich erkannt, manchmal nicht. Bei den Mitschülern aus den Parallelklassen war das Erkennen oft besonders schwierig. Aber wir hatten ja vorgesorgt. Jeder Ankömmling erhielt, nachdem er identifiziert worden war und seinen Obolus für Sektempfang und Stadtführung entrichtet hatte, einen Aufkleber mit Name (eventuell Geburtsname) und Klasse. Dieser Aufkleber wurde dann am Hemd, der Bluse oder am Jackett angebracht. Ab diesem Moment war das so etikettierte Individuum vor der Frage: „Wer bist Du denn?“ geschützt.
Diese Etiketten waren wirklich Klasse. Sie hielten bis in die späten Nachtstunden durch und auch ein Garderobewechsel und ein damit verbundenes Abmachen des Etiketts vom abgelegten Gewand und erneutes Anbringen an der Wechselgarderobe war kein Problem. Es hinterließ auch keinerlei Spuren am Stoff und es war preiswert. Der geneigte Leser dieser Zeilen wird sicher schon bemerkt haben – ich war begeistert von dieser Technik.

Das Foyer füllte sich mehr und mehr. Wenn man sich so umsah, sah man lachende Gesichter, Grüppchen die sich um einen Bistrotisch versammelt hatten oder einfach frei im Raum standen, das Sektglas in der Hand. Und es gab unendlich viel zu erzählen. Auf alle Fälle gab es keine Berührungsängste. Von dem ein oder anderen bzw. von der einen oder der anderen wurde mir nämlich hinter vorgehaltener Hand gestanden, dass man doch etwas aufgeregt sei, ob des Zusammentreffens mit Leuten, die man seit Jahren, ja sogar seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat. Und das spannendste war natürlich die Frage, wer kommt eigentlich alles.

Die Klebeetiketten mit den Namen leisteten sehr gute Dienste

Die Klebeetiketten mit den Namen leisteten sehr gute Dienste

Die Frage, wer tatsächlich alles kommt, hat mich natürlich auch interessiert. Zwar hatte ich im Vorfeld die Zu- und auch die Absagen akribisch in eine EXCEL-Tabelle eingetragen, aber kommen tatsächlich alle, die zugesagt haben?
Ich dachte mir, den besten Überblick habe ich, wenn ich am “Begrüßungstisch“, den wir gleich am Eingang des Foyers aufgestellt hatten, das Eintrittsgeld kassiere und in einer Liste die Ankömmlinge abhake. Das klappte auch sehr gut, bis die Presseleute vom Gelnhäuser Tageblatt (GT) und von der Gelnhäuser Neuen Zeitung (GNZ) auftauchten und informiert werden wollten.

Die lokake Presse.

Die lokake Presse.

Also musste ich die Hoheit über Kasse und Liste aufgeben und mein Amt übergeben. Einerseits war ich froh, dass die Frau vom Tagblatt und der Herr von der GNZ da waren, schließlich hatte ich bei den Lokalredaktionen darum gebeten. Andererseits wunderte ich mich über deren Informationsdefizite. Ich hatte den Redaktionen vorab schriftlich genau erklärt, wer wir sind, wie viele wir sind, warum wir uns treffen, welche Programmpunkte wir vorgesehen haben, das wir eine Homepage haben und und und…

Auch die Existenz unserer Homepage, wo ebenfalls alle Informationen zu finden gewesen wären, hatten die Redaktionen offensichtlich als Geheimnis gehütet und ihren Reportern davon nichts erzählt.
Also erzählte ich den Reporten alles, was ich bereits den Redaktionen geschrieben hatte.

Mittlerweile hatte sich das Foyer so richtig gut gefüllt. Der Lautstärkepegel war mächtig angestiegen, das Foyer summte und brummte und die Party war so richtig im vollen Gang. Die Presseleute meinten, es jetzt Zeit ein Gruppenfoto zu machen und das am besten draußen auf dem Schulhof. „Gute Idee, kein Problem, ich schicke die Leute nach draußen“ versprach ich leichtfertig. Ich klatschte also mehrmals laut in die Hände, „Seit bitte mal still, hört mir mal zu, wir gehen jetzt alle nach draußen und machen ein Foto“ rief ich in Menge. Einige blickte sogar mal kurz auf, um festzustellen, wer denn da so ungemütlich Anweisungen erteilen will. Ansonsten geschah erst einmal nichts! Ich kürze hier die meine Schilderung etwas ab,, denn es hat lange genug gedauert, bis so ganz allmählich und tröpfchenweise sich die Menge nach deaußen begeben hatte uns sich nach längeren Sortierprozessen so auf dem Schulhof aufgestellt hatte, dass endlich die Fotos gemacht werden konnten.
Erst jetzt habe ich begriffen, was unsere Lehrer früher leisten mussten. Sie waren Pädagogen, Raubtierdompteure, Motivationskünstler und Herdenführer in Personalunion. Umso bemerkenswerter ist es, dass sich einige dieser alten Haudegen es sich nicht nehmen ließen, zu unserem Jubiläum zu erscheinen.

Schulleiter OstD. Bell spricht zum Abi-Jahrgang 1973.

Schulleiter OstD. Bell spricht zum Abi-Jahrgang 1973.

Jetzt, wo alle so schön kompakt zusammenstanden, war die Gelegenheit günstig, die Redner, so wie es abgesprochen war, zu Wort kommen zu lassen.

(v.l.n.r.) Dr. Peter Tauber, OstD. Friedrich Bell, Petra von Einem (Hengst), Hilde Spahn-Langguth (Spahn)

(v.l.n.r.) Dr. Peter Tauber, OstD. Friedrich Bell, Petra von Einem (Hengst), Hilde Spahn-Langguth (Spahn)

Ich hatte auch eine kleine Rede vorbereitet, entschied aber kurzfristig, sie nicht zu halten, weil ich, außer die Anwesenden zu begrüßen, eigentlich nichts Spektakuläres zu sagen hatte. Böse Zungen könnten natürlich auch behaupten, ich hätte einfach nur gekniffen, womit sie auch gar nicht so falsch lägen.
Erstaunlicherweise gelang es mir, mit einem kurzen im Kasernenton geschmetterten: “Silencium!“ tatsächlich augenblicklich für Ruhe zu sorgen. Ich begrüßte kurz die Anwesenden im Allgemeinen, die Lehrer im Besonderen und gab meiner Freude Ausdruck, dass doch so viele Mitschüler gekommen sind. Das war dann genug der schönen Worte meinerseits und ich erteilte dem derzeitigen Direktor, Oberstudiendirektor Friedrich Bell, das Wort. Auch er begrüßte die ehemaligen Grimmels, die von Nah und Fern gekommen waren.
Zum Stichwort Nah und fern hätte ich in meiner Rede doch etwas genauer eingehen können als der Direx. Aus ganz fern kam Gerd Ottehennig (13a) angereist, nämlich aus der USA. Werner Henrich (13b) war aus Wien eingeflogen und Georg Henkel (13b) kam aus Italien, wo er sich gerade auf einer Dienstreise befand.
Und ganz viele kamen auch aus ganz nah. Ich habe mal eine kleine Statistik gemacht. Heute wohnen vom Abi-Jahrgang 1973 mehr als 25% in Gelnhausen/Altenhaßlau/Hailer-Meerholz. Betrachtet man den Altkreis Gelnhausen, so leben dort noch knapp 36% der damaligen Abiturienten.
Jetzt habe ich allerdings nachträglich unseren Direktor bei seiner Rede unterbrochen, aber jetzt ist er ja wieder dran.
Er erzählte ein wenig von der Entwicklung der Schule in den letzten Jahren und wusste zu berichten, dass unsere erste schriftliche Abiturprüfung am Montag, den 2. April 1973 stattgefunden hat.

Vorderseite des GGG-Buchs. Werde Mitglied im Ehemaligen-Verein und Du erhälst das Buch kostenlos.

Vorderseite des GGG-Buchs. Werde Mitglied im Ehemaligen-Verein und Du erhälst das Buch kostenlos.

Der nächste auf der Rednerliste war Dr. Peter Tauber, seines Zeichens Bundestagsabgeordneter der CDU-Fraktion. Aber er war nicht da, um Wahlkampf zu machen,sondern sprach als Vertreter des Vereins der ehemaligen Grimmels. Dort ist er stellvertretender Vorsitzender. Peter Tauber hat auch ein sehr schönes Buch über unsere Schule geschrieben.

GGG73 Jahrgangstreffen 22.06.2013

Aus dem Inhalt des GGG-Buchs. Wisst ihr noch – wir hatten 3 x Bombenalarm. Wir wurden einmal in Richtung Blockhaus evakuiert.

Der Verein der ehemaligen Grimmels heißt korrekt und in Langform “Freunde und Ehemalige des GGG e. V.“ und die Leute von diesem Verein haben mir am Anfang der Planung für unser Treffen sehr geholfen. Sie wussten, wenn man von der Schule ansprechen kann und konnten Vorschläge machen, wo wir unser gemütliches Beisammensein abhalten könnten. Grund genug, Vertreter des Vereins zu unserer Feier einzuladen, auch damit sie die Werbetrommel rühren, um neue Mitglieder zu akquirieren.
Peter Tauber erzählte, dass der Verein ursprünglich zwei Ziele hatte. Zum einen sollten die Grimmels über den Verein den Kontakt zueinander und zur Schule halten können. Zum zweiten unterstützt der Verein die Schule durch Spenden. Im Zeitalter von Internet, Facebook und Co. ist Punkt eins mehr oder weniger überflüssig, aber Punkt zwei, die Unterstützung der Schule dort, wo die Unterstützung durch die öffentliche Hand endet, ist nach wie vor immens wichtig.
Für einen Euro im Monat kann man Mitglied werden und Neumitgliedern des Abi-Jahrgangs 73 erhalten das erwähnte Buch gratis, wenn sie die Beitritterklärung unterschreiben. Diese Beitrittserklärungen wurden zwar ausgelegt, aber ohne Erfolg. Leider konnten keine neuen Mitglieder gewonnen werden. Das ist eigentlich auch ganz gut nachzuvollziehen. Für solche administrativen Dínge hatte man an diesem Tag wirklich keinen Kopf.
Aber vielleicht überlegt sich der ein oder andere von Euch, heute die Beitrittserklärung auszufüllen und an mich zu schicken (per Post, per Fax, per Mail), Ich gebe sie dann weiter und schicke euch das Buch, denn Peter Tauber hat mir eine Kiste mit den Büchern zu diesem Zweck überlassen. Damit ihr wisst, wo ihr das ausgefüllte Formular hinschicken könnt, schaut ihr bei diesem Link nach.
Jetzt bin ich schon wieder etwas vom Thema abgewichen. Statt über das Jahrgangstreffen habe ich über die Mitgliedschaft im Ehemaligen-Verein referiert, sodass die

Dr. Weimer und Oberstudiendirektor a.D. Heiner Kauck

Dr. Weimer und Oberstudiendirektor a.D. Heiner Kauck

Rede des nächsten (und letzten) Redners, der ehemalige Schulleiter, Oberstudiendirektor Heiner Kauck erst ein paar Zeilen später Erwähnung finden kann.
Ich mache es kurz, er sprach über seine Anfangszeiten in der Grimmelshausen Schule als Junglehrer.
Jetzt konnten wir uns wieder dem Sekt und vor allem uns selbst widmen. Das war es, worauf es fast allen ankam und dieses Interesse, diese Spannung und dieser Wunsch mit so vielen alten Freunden zu plaudern, tiefe und weniger tiefe Gespräche zu führen, sollte den ganzen Tag und den ganzen Abend anhalten.

Aber es stand auch noch der Punkt „Schulbesichtigung“ auf dem Programm. Ich Übertrug die Aufgabe, zum Sammeln zu blasen, Herrn Bell, denn dessen Ausbildung und soziale Kompetenz scheint ihn doch für diese Aufgabe gerade zu prädestinieren. Und siehe da, die Herde setzte sich ohne größeres Murren in Bewegung. Herr Bell präsentierte uns, nicht ohne Stolz, die technisch vorzüglich ausgestattete Aula, den Kulturkeller, die Turnhalle, die Küche, die Bibliothek…

Hier in der Bibliothek müssen wir mal kurz anhalten. Sie ist natürlich mit PCs mit Internetzugang ausgestattet und sie wird durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer betrieben. Eine dieser freiwilligen Helferinnen ist uns bestens bekannt – Frau Martha Busse – richtig, die Frau von unserem Hausmeister Busse, die in der Pause Milch, Kakao, Stückchen und Mohrenkopfbrötchen verkaufte. (Man sehe mir den politisch unkorrekten Ausdruck „Mohrenkopf“ nach, aber so hießen die Dinger nun mal und niemand wollte irgendjemanden damit verunglimpfen. Zwar ist die Welt heute nicht viel besser geworden, aber zumindest sprachlich korrekter).

Jetzt vor einigen Tagen hat Frau Busse ihr Ehrenamt aufgegeben und wurde feierlich verabschiedet, wie man auf der Homepage des GGG nachlesen kann.

Im Kulturkeller des GGG. Er wird, bis die neue Kantine fertig gestellt ist, als von den Schülern auch als Cafeteria genutzt.

Im Kulturkeller des GGG. Er wird, bis die neue Kantine fertig gestellt ist, von den Schülern auch als Cafeteria genutzt.

Weiter ging es durch die verschiedensten Facilitäten, Neu- und Anbauten der Schule. Vieles war für uns neu, aber vieles ist auch geblieben. Die Steintreppen z.B. im alten Gebäudeteil, die alten Eingangstüren, der Fischteich, die Olympischen Ringe aus Holz an der Turnhalle und weitere tausend Kleinigkeiten, die einem von früher noch so vertraut sind, sorgen dafür, dass doch noch ein Teil des morbiden Charmes unserer alten Penne erhalten geblieben ist.

Das Ende der Führung fiel nahtlos mit dem Fußmarsch zum Obermarkt zusammen, wo schon die Stadtführerinnen und Stadtführer in ihren historischen Kostümen auf uns warteten.

Aber nicht alle, die sich für die Stadtführung gemeldet hatten, kamen auch am Obermarkt an. So schwänzte doch tatsächlich ein Teil der Schülerschaft ganz einfach die Führung, obwohl sie sich dafür angemeldet hatten. Und da das Cafe Most nicht mehr existiert und die Fine, die es immer noch gibt, am Nachmittag geschlossen hatte, setzen sich diese Subjekte einfach auf Bänke im Schulhof um weiter zu schätzen und Spaß zu haben. Es war ja auch noch etwas Sekt da…

Dem Chronisten wurde berichtet, dass die Truppe der Kulturschwänzer sich aus einem Großteil der 13e rekrutierte.
Ein anderer Teil der Teilnehmer des GGG73-Treffens hatte sich bewusst nicht zur Stadtführung angemeldet, teils, weil sie dieses Spektakulum bereits kannten, teils, weil sie einfach den Tag nicht so voll gepackt haben wollten.
Diese Tatsache kam den Helfern zu Gute, die für das Aufräumen des Foyers eingeteilt waren. Viele dieser „Nicht-an-der-Stadtführung-Teilnhemer“ packten einfach unaufgefordert mit an und ratzfatz war innerhalb einer halben Stunde alles picobello sauber und aufgeräumt.

Die Stadtführung

Ich selbst war bei der Stadtführung nicht dabei, meine Informationen stammen also aus zweiter Hand. Das hat für Euch den Vorteil, dass dieser Teil des Berichts nicht

Historische Stadtführung - und sie trieben allerlei Kurzweil.

Historische Stadtführung – und sie trieben allerlei Kurzweil.

allzu lange wird. Ich habe die Führung übrigens nicht geschwänzt, sondern war zum Aufräumdienst im Foyer der Aula eingeteilt.
Die Führung bestand eigentlich aus 2 Komponenten. Zum einen gab es eine klassische Stadtführung und des Weiteren wurde kurzweiliges Straßentheater geboten, wobei ab und an der Zuschauer auch in das Spiel mit einbezogen wurden.
Die Tour führte zu den historischen Ecken und Sehenswürdigkeiten von Gelnhausen, als da sind Ecke Pfarrgasse/Haitzergasse, die ehemals engste Stelle zwischen Frankfurt und Leipzig, Marienkirche, Schmidtgasse (Grimmelshausen!), Gerberviertel an der Kinzig, die Kaiserpfalz und so weiter und so weiter.

Das gemütliche Beisammensein

Jetzt waren die offiziösen Programmpunkte vorbei und das gemütliche Zusammensein in der Gaststätte zur Post sollte um 18:00 Uhr losgehen.

Vorher wurde noch schnell anhand der Anzahl angemeldeten Teilnehmern per Tischkärtchen die Tische den einzelnen Klassen zugeordnet.

Der Tisch der 13b

Der Tisch der 13b.

Und dann ging es los. Jetzt hatte man hoffentlich genügend Zeit, es gab keine weiteren Programmpunkte mehr, die nun mal naturgemäß in ein Zeitkorsett eingeengt sein müssen. Man konnte in Ruhe Essen, Rauchen (draußen natürlich) und reden, reden reden oder auch einfach nur beobachten. Auch kamen ehemalige Lehrer dazu, die am Nachmittag noch nicht da waren und auch nicht anwesend sein konnten, denn sie befanden sich auf bis dato auf einem Ausflug. Unsere pensionierten Lehrer treffen sich regelmäßig und unternehmen ab und an etwas, wie eben auch Ausflüge.

Der Tisch der 13r.

Der Tisch der 13r.

Der Abend war einfach nur schön. Die Leute haben sich sehr wohl gefühlt, wie mir mehrfach glaubhaft versichert worden ist, es war sehr interessant die Schulkollegen von früher zu treffen. Teilweise hatte man sich 30 oder sogar 40 Jahre lang nicht mehr gesehen und man wollte wissen, wie der bisherige Lebensweg verlaufen ist. Man hatte Spaß, man hatte Kurzweil. Aber ich wage sogar zu sagen, auch wenn es etwas pathetisch klingen mag, dass die Leute waren glücklich waren. Das Treffen war eben nicht nur eine schnöde Zusammenkunft von Menschen, die mal gemeinsam die Schulbank gedrückt haben, sondern das Zusammentreffen setze doch eine Menge an (positiven) Emotionen frei und dafür hat es sich ganz sicher gelohnt zu kommen.

Ein Indiz für diese Aussage mag auch sein, dass nachts um 1:00 Uhr die Gaststube noch gut gefüllt war und das der Ruf nach einer Wiederholung des Jahrgangstreffens mehr als einmal zu vernehmen war.

Und eine Wiederholung sollten wir unbedingt ins Auge fassen. Mir ist es jedenfalls so ergangen, dass die Zeit doch nicht ausreichend war. Es gibt einige meiner Mitschülerinnen und Mitschülern, mit denen ich mich viel zu kurz bis fast gar nicht unterhalten konnte, was mehr als Schade ist. Ein Tag ist eben zu kurz und 40 Jahre sind zu lang, das passt nicht so richtig aufeinander.

Also dann auf Wiedersehen in 2018?

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Ein kleiner Rechenschaftsbericht

Wir haben ja für das Jahrestreffen “Eintritt“ kassiert, um die Kosten für Organisation, Getränke, Stadtführung etc. zu decken. Da einige beim Eintrittzahlen großzügig aufgerundet haben, haben wir einen Überschuss von etwa 130 Euro erwirtschaftet. Dieses Geld werden wir an den Ehemaligen-Verein überweisen.
Es ist auch einiges an Naturalien übrig geblieben. Diese Sache habe ich der Schwalbacher Tafel übergeben.

Hier die Aufstellung der Ausgaben:

Porto, Namensschilder 44,00 €
Trinkgeld Hausmeister 50,00 €
Getränke, Knabberzeug, Servietten, Tischdecken 120,39 €
Stadtführung 150,00 €
Summe Ausgaben 364,39 €
   
Einnamen 495,00 €
   
Überschuss 130,61 €
In dieser liebevoll gebasteltelten Dose wurde für die Organisatoren des Jahrgangstreffens gesammelt.

In dieser liebevoll gebasteltelten Dose wurde für die Organisatoren des Jahrgangstreffens gesammelt.

Die Sammlung, die Angela Imhoff (geb. Weining) durchgeführt hat,um uns Organisatoren eine Freude zu machen, erbrachte knapp 250 Euro.
Die Freude ist euch gelungen. Wir werden das Geld irgendwann in nächster Zeit auf den Kopf hauen, indem wir gemeinsam Essen gehen. Dann können wir diesen großartigen Tag noch einmal Revue passieren lassen und werden Euch kräftig hochleben lassen.

Ein großes Dankeschön

Zunächst möchte ich einmal Danke sagen an all jene, ohne die das Jahrgangstreffen gar nicht hätte stattfinden können. Das sind erst einmal die neuen „Klassensprecher“, die sich bereit erklärt hatten, mich bei diesem Vorhaben zu unterstützen. Sie haben in allererster Linie dazu beigetragen, dass das Treffen stattfinden konnte und so erfolgreich war. Sie haben nämlich die Adressen ihrer Klassen recherchiert und zusammengetragen. Nur so war es ja überhaupt möglich, das wir Euch einladen konnten.

Zur Erinnerung, die Klassensprecher sind:

13a Willi Günther

13b Peter Hölzer

13d Gabi Külp/Rolf Uhlig

13e Klaus Scharf

13r Ernst Mondry

Zum Anschubsen des Projekts und dann zur Durchführung am 22.6. selbst haben uns geholfen

Hanns-Peter Engels(13a); Manfred Adrian(13b), Michael Pieke (13b), Harald Distel(13e), Christiane Reichel(geb. Herchenröther) und Werner Martin( beide 13r)

Dafür vielen Dank.

Dass wir den Sektempfang so durchführen konnten, wie wir ihn durchgeführt haben ist der guten Kooperation mit der Schule zu verdanken, insbesondere Herrn Oberstudiendirektor Friedrich Bell, der sein OK zu allem gegeben hat und die Schulführung durchgeführt hat.

Frau Alexandra Steigerwald vom Sekretariat, die bei der Koordination geholfen hat und mich immer mal beruhigt hat, dass das alles klappen wird und die Probleme, die ich sehe, gar keine sind.

Frau Petra Kress, ebenfalls vom Sekretariat. Sie hat mir die original Schülerlisten der 13. Klassen von 1973 zukommen lassen. Diese erwiesen sich als eine außerordentlich wichtige Planungsgrundlage.

Natürlich dürfen wir Herrn Michael Kuhn nicht vergessen, der kräftig mit angepackt hat und seinen freien Samstag Nachmittag für uns geopfert hat.

Full House.

Full House.

Ein Dankeschön an alle, die gekommen sind. Genau das war es, was das Treffen so schön gemacht hat – Masse und Klasse!

Aber einige konnten auch nicht kommen, obwohl sie so gerne gekommen wären, sei es aus familiären Gründen, weil an diesem Tag die Kinder geheiratet haben, der Urlaub bereits geplant war oder weil berufliche Verpflichtungen einfach einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Ihr habt uns gefehlt.

Einige mussten auch aus gesundheitlichen Gründen absagen. Wir wünschen auf diesem Weg gute Besserung und hoffen, dass ihr beim nächsten Mal dabei sein könnt.

Ein großer Dank gebührt natürlich auch dem eigentlichen Urheber der Idee, ein Jahrestreffen abzuhalten, nämlich meinem Klassenkameraden Andreas Walter. Nachdem ich im Dezember für ein Klassentreffen in 2013 (geplanter Termin 15.6.2013) die ersten organisatorischen Fühler ausstreckte, schlug er stattdessen ein Jahrgangstreffen vor. Ich war sehr skeptisch, ob so eine Veranstaltung überhaupt machbar sei, startete aber trotzdem bei meinen Klassenkameraden eine kleine Umfrage “Klassentreffen vs. Jahrgangstreffen“. Klarer Sieger war das Jahrgangstreffen. Den Rest der Geschichte kennt ihr ja.

Nur für Andreas ist die Sache dumm gelaufen. Der ursprüngliche Termin 15.6. hat ihm prima gepasst. Dieser Termin musste später aber um eine Woche auf den 22.6 verschoben werden, damit man alle Parallelklassen unter einen Hut bekommen hat. Aber für den 22.6 hatte Andreas bereits Urlaub gebucht. Ironie des Schicksals, mit seinem Vorschlag hat er sich selbst aus der Sache herauskatapultiert.

Zum Schluss möchte ich mich für das viele Lob, die Annerkennung und  die Wertschätzung bedanken, die ihr uns, dem Organisationsteam und mir persönlich entgegen gebracht habt. Wir haben ganz viele blaue Flecken vom Schulterklopfen und sind natürlich furchtbar stolz. Es ist schön, wenn die Arbeit, die man geleistet hat, so anerkannt wird.

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